echte Trauer um die Schwester

Scully, Flohchen, Teresa, Sternchen

Wo bin ich denn jetzt?

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Ein Kofferraum voller Glück

Scully - ein viel zu kurzes Hundeleben

Scully in den letzten Tagen
Scully in den letzten Tagen

Ich habe 2001 einen Hund für mich gesucht. Beruflich war alles im grünen Bereich, mein Arbeitsfeld war hier im Haus, in dem ich auch heute noch wohne. Ein kleiner Hund sollte es sein. Ruhig und lieb. Mit dem Pc konnte ich damals schon gut umgehen und Recherchen waren mein Hobby. Ich schaute mir in meiner freien Zeit JEDES Tierheim im Bereich von 150km online an. Es waren viele! Tiersendungen im TV gehörten zum Pflichtprogamm. Manche Tierheime haben nur eine recht dürftige Homepage, diese Tierheime habe ich angerufen und nach einem kleinen Hund gefragt.
Anfang Dezember wurde ich fündig in einem kleinen Tierheim. 14 Tage lang schaute ich täglich auf die HP des Tierheims. immer in der Sorge, dass Scully als "reserviert" gekennzeichnet wurde. Ich erfuhr, dass die Hündin 4 Jahre alt war, sie saß die letzten 2 Jahre im Tierheim. Sie verlor ihr Zuhause, weil ein Baby kam. Niemand interessierte sich für sie während der 2 Jahre im Tierheim, auch nicht nach einer Vorstellung im TV. An einem Sonntag fuhr mich ein Freund in das Tierheim. Es war richtig richtig kalt an dem Tag, es hatte gefroren und in der Nacht zuvor hatte es geschneit. Was ich dort sah, wird mich ein Leben lang nicht mehr loslassen. Die Hunde, ob klein oder groß, lagen draußen in der Kälte auf blankem Beton. Ich hatte keine Ahnung, dass es so was in dem reichen Bayern gab. Das Tierheim war bis auf das Büro unbeheizt. Die Tierheimleiterin gab uns eine Leine und sagte: Gehen Sie mal mit Scully ein Runde, schauen Sie, ob sie mit ihr zurecht kommen. Scully trottelte langsam mit. Sie hustete und sie tat mir unendlich leid. Wir gingen nicht sehr lange, ich hatte meine Handschuhe vergessen und mir froren langsam die Finger ab. Wieder im Tierheim angekommen, nahm die Dame meine Personalien auf und meinte so nebenbei: "Nehmen sie sie mit, den nächsten Winter überlebt sie hier nicht mehr."
Auf dem Heimweg schlief Scully eingewickelt in eine Decke. Zu Hause stellte ich fest, dass sie total verfloht war. Ich musste sie baden. Was für ein Willkommensgeschenk.
Im Laufe der nächsten Wochen erholte sich Scully, aber sie konnte keine 300m an einem Stück gehen. Scullys Ängstlichkeit war für mich beängstigend. Einmal, nach einem Spaziergang im Matschwetter schimpfte ich zu Hause los, weil ich meine Schuhe und meine Hose total eingesaut hatte. Scully erstarrte, heulte los und warf sich auf den Rücken. Was hatte man dem Hund nur angetan?
Mit den Jahren wurde Scully immer mutiger. Sie lernte schwimmen und vertrat bei einer kleinen Katze die Mutterstelle. Quitschis durfte sie sich im Geschäft selber aussuchen. Das war youtube-reif, wie vor dem Regal stand und sich die Spielzeuge aussuchte. Auto fuhr sie leidenschaftlich gerne. Am liebsten hätte sie auf dem Armaturenbrett gesessen und hätte selber gelenkt. Ohne Scully ging ich nie aus dem Haus. Die schrecklichen Jahre im Tierheim haben aber doch Spuren hinterlassen. Scully musste oft zum Tierarzt. Das letzte Lebensjahr hätte ich ihr ersparen sollen. Sie war zum Schluss blind und taub, ich habe wohl nicht sogleich erkannt, dass sie gehen WOLLTE. Ich liebte sie und es tut mir heute noch leid, dass sie zu lange leiden musste. Scully liegt in unserem Garten unter einem Apfelbaum begraben. Alle Hunde haben Abschied genommen.
Ja, ich habe verstanden, dass der Tod für uns Menschen das Ende des Lebens bedeutet, der Tod andererseits auch eine Erlösung sein kann, vielleicht sogar ein Geschenk. Das zu wissen, bin ich sehr dankbar.

Sie war ein guter Hund

Scully, endlich erlöst

Flohchen - geliebte kleine Maus

Der größte Knochen ist immer für die Chefin
Der größte Knochen ist immer für die Chefin

Als feststand, dass Daisy wieder nach Hause gehen sollte, habe ich auf den Seiten meiner ausländischen Tierfreunde Flohchen entdeckt. Ganze 2 Stunden war ihr Bild und ihre Beschreibung im Netz, als ich die Freunde mit Mails bombardierte. Ich ließ ihnen keine Ruhe, bis sie Flohchen als reserviert kennzeichneten. Sie war erst 2 Jahre alt, passte in eine Handtasche und ich habe mich sofort in sie verliebt. Am liebsten hätte ich mich sofort in einen Flieger gesetzt und sie abgeholt. Das ging natürlich nicht.
Als ich sie am 4.2.06 vom Flughafen abholte, bemerkte ich an ihren Augen, dass etwas nicht stimmte. Hatte sie etwa eine Mittelmeerkrankheit? Ein Besuch in der Klinik war fällig, aber das Ergebnis war nicht eindeutig. Phasen von Wohlbefinden wechselten sich ab mit ganz schlimmen Tagen, es war keine Gesetzmäßigkeit zu erkennen. Sie reagierte wie ich mit Ausschlg auf Kontakt mit Metallen. Es war schwierig. Vielleicht war Flohchen deswegen mein Augenstern? Es wurde immer schlimmer, ich wusste nicht mehr was ich tun sollte.
In jedem Jahr machte ich 1 oder 2x Urlaub an der Nordsee. Flohchen fühlte sich dort sehr wohl und spielte mit den dortigen Hunden.
Im März 2011 erklärte ich mich bereit, auf das Haus und die beiden Hunde aufzupassen, weil die Hausbesitzer Claudia und Frank auch einmal ohne Hunde in Urlaub fahren wollten. Es war auch eine Katze zu versorgen. Ich erinnere mich daran, dass es bitterkalt war und hoher Schnee lag. Sehr ungewöhnlich für diesen Ort. Bei meiner Ankunft war der ältere Hund schon kränklich und ich musste in den kommenden Tagen den Tierarzt zu Rate ziehen. Bei der Wiederankunft der Tierfreunde ging es dem Hund etwas besser, es war aber abzusehen, dass er bald sterben würde.
(Am Tag nach meiner Abreise ist der Hund plötzlich gestorben)

Claudia und Frank flehten mich fast an, ihnen Flohchen zu überlassen. Sie wollten auch alles für diesen Hund tun. Es war nicht leicht für mich, diesen Schritt zu gehen, doch schließlich willigte ich ein. Claudia brachte Flohchen in die Klinik in Hamburg. Der arme Hund musste eine schmezhafte Behandlung über sich ergehen lassen. Verschiedene Tests ergaben aber kein klares Bild. Es war eine kostspielige Behandlung mit vielen Nebenwirkungen. Es stellte sich dann heraus, dass Flohchen an einer Stoffwechselstörung litt. Außerdem war Flohchen extrem stressanfällig. Es war eine ganz strenge Diät einzuhalten.
Ich habe Flohchen zusammen mit Teresa im Sept 2011 erneut besucht. Sie freute sich sehr, uns zu sehen. Der Hund wurde behandelt wie eine Prinzessin. Es war das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe. Ende Mai 2013 wurde ich dann ausgeladen und der Kontakt zu Flohchen wurde mir untersagt. Ich hatte den Menschen vertraut und sie geliebt, aber dieses ablehnende Verhalten kann ich nicht vergessen. Flohchen ist im 2016 gestorben. Sie war gerade mal 11 Jahre alt, als einfach einschlief. Die Erkrankung hatte ihr schon früh das Augenlicht geraubt. Mit der Blindheit kam sie überhaupt nicht klar. Die letzte Zeit war der Horror für sie. Es hat mich tief verletzt, dass ich über einen Freund von Flohchens Tod erfuhr. Er hatte zufällig etwas darüber bei Facebook gelesen. Ich habe nie aufgehört, sie zu lieben. Ich bin tief und fest davon überzeugt, dass wir uns in anderen Dimensionen wiedersehen.

Flohchen Wirbelwind

Teresa - der Sonnenschein in meinem Leben

alte Teresa bittet um Leckerli
alte Teresa bittet um Leckerli

Teresa ist der letzte Hund, den ich zu beklagen habe. Sie kam im November 2008 zusammen mit Sternchen (lebt noch bei mir) als Pflegehund aus dem gut geführten Tierheim von Sonja Zietlow in Mallorca. Lt Pass war sie schon 10 Jahre alt. Ursprünglich lebte sie auf einer Finca und als diese Besitzer weggezogen sind, haben sie Teresa alleine zurück gelassen mit ihren Welpen. Die Welpen waren Teresa unmittelbar vor dem Flug weggenommen worden. Der Hund trauerte unendlich. Sie sollte bei mir zur Ruhe kommen und eine neue Familie finden.
Ich holte sie ab vom Flughafen in München und es traf mich wie ein Blitz. Worte kamen aus mir heraus, ich bin fest davon überzeugt, dass sie von alleine kamen. ICH HABE DIESE WORTE NICHT FORMULIERT. Ich hörte wie mein Mund sagte : DU DARFST BEI UNS BLEIBEN. Es war mitten in der Nacht und sehr kalt. Ich fror.
Zu Hause angekommen, führten wir die Hunde auf neutralem Boden auf der Straße zusammen. Dann gingen wir alle zusammen hinein. Ich wundere mich immer wieder, dass die Hunde so sozial reagieren. Es gab keinen Streit, kein Gebelle. Teresa war vollkommen verschüchtert, zog ihr Schwänzchen tief unter den Bauch und versuchte sich unsichtbar zu machen. Die nächsten Wochen waren der blanke Horror. Pinscher-Mix Sternchen drangsalierte Teresa bei jeder Gelegenheit. Mein Gott, was hatte ich mir nur angetan? Ich hatte wirklich Angst um Teresa. Plötzlich, ohne Vorwarnung drehte sich das Blatt. Teresa war inzwischen selbstbewusster geworden und bei einem erneuten Angriff von Sternchen konterte sie mit aller Entschiedenheit. war glücklich, denn plötzlich war Ruhe. Es kehrte Frieden ein und Teresa fing an zu spielen.
Sorgen machte mir nur ihr Beinchen. Auf der Finca hatte sie einen schweren Unfall, Genaueres ist nicht bekannt. Sie könnte in eine Kaninchen-Falle getreten sein. Ihr Fuß war zertrümmert und das Beinchen war verdreht zusammen gewachsen. In der Klinik riet man zu einer OP, was aber wegen einer Hezerkrankung schwierig war. Wieder einmal zog ich Dr Barbul zu Rate. Dieser Tierarzt ist ein Geschenk des Himmels. Er meinte, dass Teresa durch die erstarkte Muskulatur keine Schmerzen hätte und man somit auf eine OP verzichten könne. Er behielt Recht. Teresa rannte wie ein Blitz durch die Gegend, sie war fröhlich und vertrug sich auch mit Sternchen ganz gut. Alle liebten Teresa. Sie war ein Sonnenscheinhund. Dafür hat sie geklaut wie ein Rabe. Tisch nicht abgeräumt? - Selber Schuld!
Es folgten glückliche Jahre. Teresa war die Hundemutter und Rudelchefin. Sie schlichtete wo es nötig war und folgte mir auf Schritt und Tritt.
2016 wurden Teresa und ich sehr krank. Wir lagen beide zusammen schnaufend im Bett. Teresa sah immer aus, als wollte sie mir etwas sagen. Ihr Blick war eindringlich auf mich gerichtet. An einem wunderschönen Frühlingstag musste sie von Dr. Barbul erlöst werden.
Im Garten fand sie einen schönen Platz neben Sultan. Sternchen und Mona waren an ihrem Grab kaum zu halten. Sie kleine Mona zerrte an Teresa und wollte sie zum Aufstehen bewegen. Wir mussten sie einsperren. Sternchen heulte so laut, dass die Nachbarn die Fenster öffneten. Mona ging noch nach Tagen immer zum Grab und blieb eine Weile stehen. Ich war von diesem fast menschlichem Verhalten richtig erschüttert und auch gerührt.
Teresa und ich waren ein gutes Team und wir standen uns nahe. Deswegen lies sie mich Haidi finden. Davon mehr unter
kleine süße Haidi

Teresa unvergessen

Sternchen heut zum Stein erweichen

Tiere trauern genau so wie Menschen
Tiere trauern genau so wie Menschen

Sternchen - eine spanische Knutschkugel

Mäuse suchen ist das Größte!
Mäuse suchen ist das Größte!

Sternchen kam zusammen mit Teresa und war ein grausliger Rabauke. Sie war eifersüchtig, herrschsüchtig und futterneidisch.
Ständig hat sie Teresa gemobbt und attackiert. Ständig gab es Geschrei im Haus. Das änderte sich erst, als Teresa sich wehrte.
Sternchen war erst kurz vor der Übernahme kastriert worden. Sie wurde in Mallorca auf einem kleinen Balkon in einem Hochhaus gefangen gehalten. Sie hatte nie gelernt, in einer Wohnung zu leben. Sie pinkelte alles an, was im Weg stand. Bei der Kontrolle der Kastrationswunde stellte der Tierarzt Dr. Barbul Herzgeräusche fest.
Damit kam für mich eine Weitervermittlung nicht mehr in Betracht. In meiner Nachbarschaft gibt es zu viele Tierhalter, die ihre Hunde am Fahrrad bis zur Erschöpfung hetzten. Nein, ich billige den meisten fahrradfahrenden Tierhaltern nicht für 1€ Verstand zu. Und nun? Ich musste mit Sternchn leben. Und irgendwie ging es auch, außer, dass in der ganzen Wohnung die Teppiche entfernt wurden und überall greifbar Putzlappen lagen. Mit der Zeit wurde Sternchen ruhiger und anhänglicher. Oft trat ich ihr auf die Füße, weil sie mir quer vor mir über den Weg lief. Wo ich bin, will sie auch sein.
Dany wollte nichts mehr von ihr wissen, nachdem sie ihn in der Anfangszeit einmal richtig gebeutelt hatte. Der arme Kleine konnte tagelang nicht laufen.
Seitdem ist sie Luft für ihn, obwohl sie vor ihm kniet und ihm Avancen macht. Die beiden zu beobachten ist köstlich.
Nchtrag:
Sternchen war kränker, als wir es angenommen hatten.
Einige Tage nach unserem langen Spaziergang zur Burgruine fing Sternchen an, stark zu hinken. Manchmal brach ihr das hintere Beinchen regelrecht weg.
Der Tierarzt meinte: nun ja, das ist das Alter und die Mamakarzinome (Geschwüre der Zitzen) sind noch nicht weit fortgeschritten.
Hier irrte unser Tierarzt. Ich gab Sternchen nach gründlicher Recherche ein Human-Schmerzmittel. Das einzige Medikament, welches für Tier und Mensch verträglich ist.
Nach 14 Tagen konnte ich das Elend nicht mehr ertragen. Sternchen konnte nicht mehr laufen. Beim Pipi-machen fiel sie um und oft genug landete sie im eigenen Haufen. Regelmäßiges Baden war angesagt. In der Tierklinik Gessertshausen wurde sie dann eingeschläfert.
Beide Kniescheiben der Vorderbeine waren locker und ein Tumor drückte im Rücken auf die Nerven.
Ich bin froh, dass ich mich richtig entschieden habe und Sternchen nicht länger leiden musste.

Liebe für ein kurzes Leben

lass mich bei dir sein

Dany verschmähte ihre Liebe
Dany verschmähte ihre Liebe