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Lisek - ein polnisches Schicksal

Aus dem Füchslein wurde ein kleines Kraftpaket

Lisek aus Polen

Lisek ist seit dem 12.02.2011 bei uns. Sein Namen bedeutet "Fuchs" und der Name ist Programm, wenn man nur den Kopf und den Schwanz betrachtet. Sieht man den ganzen Hund, ist "Fuchs" nicht mehr passend. Auf viel zu kurzen Beinen sitzt ein mächtiger kompakter Rumpf.
Ich hatte nicht geplant, Lisek als Hund Nummer 6 aufzunehmen. Die Tierliebe geht eben manchmal seltsame Wege.
Lisek ist ein Opfer von Gewalt. Was genau passiert ist, weiß niemand. Er wurde schwer verletzt von einem polnischen Tierfänger in ein Lager verbracht.
Über die Verletzungen sagte er kein Wort. Zu Niemand. Und so wurde der erbärmliche Zustand des Tiers auch erst 1 Tag später bei der Fütterung erkannt. Er wurde zu allem Elend auch noch von einigen großen Hunden im Lager angegriffen. Leichte Beute eben!
Man kann sagen was man will über die polnischen Menschen - besonders da gibt es wahre Tierfreunde. Diese Tierfreunde, ein paar junge Frauen, opfern ihre Ersparnisse und ihre Zeit, um den Hunden zu helfen.
Sie brachten Lisek in eine Tierklinik in Warschau und es war nicht klar, ob er die Verletzugen überstehen würde. Das Halsband war eitrig eingewachsen und musste heraus operiert werden. Die ganze Unterseite war eine einizge vereiterte haarlose Fläche. Er war grauslig abgemagert. Evtl wurde er vor seinem Auffinden ausgesetzt. Ich stand zu dieser Zeit mit Maria aus Wien in Kontakt. Ihre Vorfahren stammten aus polnischen Adelskreisen, sie spricht deswegen perfekt polnisch und sie spendet sehr viel Geld für ein polnisches Tierheim. Täglich liest sie die Beiträge in den polnischen Foren und entdeckte so Liseks Geschichte. Sie machte mich auf Lisek aufmerksam und wir beschlossen, diesem kleinen Kerl zu helfen.
Liseks Behandlung hatte sehr viel Geld gekostet und Maria bezahlte sämtliche Kosten und fuhr in die 600 km entfernte Klinik um Lisek abzuholen.
Nach 1 Woche fuhr ich für ein paar Tage nach Wien um Lisek kennen zu lernen. Der Hund war ein reines Nervenbündel und voller Angst. Zum Gassigehen musste ich ihn tragen bis in den Park. Nachts musste ich in Marias Wohnung einmal zur Toilette. Er sah mich und bellte panisch das ganze Haus zusammen.
Die Heimfahrt mit der Bahn war problemlos, er schlief in seinem Transportbehälter.
Zu Hause war es gar nicht leicht mit Lisek. Spazierengehen war dramatisch. Wenn ihn etwas erschreckte zuhause, ging er auf seine Hundekumpels los.
Nur Teresa verschonte er. Der kleine Dany war sein Lieblingsopfer. Erwischte er Sternchen, ging es richtig zur Sache. Waren männliche Personen zu Gast, versteckte er sich.
Dann hatte er eines Tages einen epileptischen Anfall. Damit hatte niemand gerechnet. In der Klinik in Gessertshofen wurde ich sehr gut beraten und wir sahen von der medikamentösen Behandlung ab.
Es dauerte über 4 Jahre, bis Lisik ein "normaler" Hund war. Seine Wutanfälle sind geblieben, aber in gemilderter Form. Es hat sich heraus gestellt, dass seine Schädelknochen gebrochen und falsch zusammen gewachsen sind. Wahrscheinlich hat er deswegen immer noch Kopfschmerzen und epileptische Anfälle. Die sind aber inzwischen so leicht und so selten, dass wir uns keine Sorgen mehr machen müssen. Die Ärzte meinten, dass "sich das auswächst".
Haidi tut ihm gut. Seidem sie bei uns ist, ist er aufgeblüht. Er ist fröhlicher geworden. Spaziergänge mit ihm machen Spaß. Aber wehe, wenn eine Pfütze in der Nähe ist. Kein Wasserloch ist stinkig genug um ihn davon abzuhalten.
Lisek ist mir treu ergeben. Er hat mich niemals geknappt, was aber nicht heißt, dass er seinen Unmut runter schluckt. Schimpfe ich mit ihm, benimmt er sich wie ein trotziges Kind. Und wie ein Kind kommt er wieder angeschlichen: ist es wieder gut?

Wo ein Koffer offen steht, ist Lisek schon drin

Ein ganz normales Gespräch mit Lisek

Danys Höhle ist jetzt seine Höhle
Danys Höhle ist jetzt seine Höhle Ich habe Mitleid und habe diese Höhle 2 Nummern größer bestellt. Ich schlafe doch auch nicht in einem Kinderbett!

Seit einigen Jahren verfolge ich die Szene der Tierkommunikatoren. Immer wieder schaue ich mir Dokus über das Thema an. Ich hatte einmal eine junge Frau wegen Taifi konsultiert. Es war wirklich erstaunlich, was er ihr erzählte. Das es funktioniert, weiß ich somit. Nach diversen Anleitungen habe ich auch schon geübt. Jeder halbwegs empathische Tierhalter empfindet ganz genau, was sein Tier fühlt. Verständigung ohne Worte!
Gestern (24.11.19) allerdings war ich regelmäßig überrascht, als ich eine "echte" Antwort von Lisek erhielt. Wir waren mit der ganzen Rasselbande am Vormittag im Wald. Haidi und Dany liefen alleine voraus. Lisek hört nur noch was er will und seine Augen sind auch schlechter geworden. So war ich denn sehr unsicher, ob ich ihn ableinen sollte. Er legte sich mit aller Macht ins Geschirr, einem Brauereipferd nicht unähnlich. Laß mich los ! Nun gut, ich versuchte es und ließ ihn los. Bevor ein Weg abbiegt, oder ein anderer einkreuzt, werden alle Hunde zurück gerufen. Man weiß nie, ob schießwütige Jäger unterwegs sind oder Wild in der Nähe ist. Die Hunde waren brav und folgsam, wir trotteten entspannt, quatschten belangloses Zeug und dann waren auf enmal alle weg. Ausser Sichtweite. Nichts von ihnen zu hören. Erst mal ratlos und auch erschrocken. Nach lautem Rufen kam Fina aus dem Dickicht als Dritte angerannt. Lisek blieb verschwunden. Was sollten wir tun? Zurück gehen? Ihm nachlaufen? Würde er das Auo suchen? Wir prkten immer an der gleichen Stelle und die Waldwegen dürften ihm bekannt sein. Wir gingen also ein Stück Richtung Parkplatz. Es dauerete eine ganze Weile bis er uns aus einem Stichweg völlig verstört entgegen kam. Ich nahm ihn wortlos an die Leine. Sein Herz klopfte stark.
Zuhause setzte ich mich zu ihm und fragte ihn, ob ihm der Waldspaziergang Spaß gemacht hat. "Ich habe Angst gehabt", sagte er.
Nein, ich empfand es keineswegs als komisch, als ich das "hörte". Gleichzeitig sah ich Bilder aus einer Zwergensperspektive. Ich konnte das Gefühl der Angst nachvollziehen.
Es klingt ganz verrückt, ich hatte das Gefühl selbst auf krummen Beinchen einen endlos langen Weg entlng zu rennen. Ich spürte, wie mir Gestrüpp ins Gesicht schlug, Gerüche in einer großen Vielfalt, aber kein vertrauter Geruch nach meinen Menschen und Kumpels.
Lisek hatte seine Kumpels und Kumpelines aus den Augen verloren. Wo waren sie hin gelaufen? Rechts oder links? Er rannte einfach den Weg weiter entlang, der in einem langen Bogen zur stark befahrenen Landstraße führt. Sein Instinkt führte ihn auf den richtigen Weg. Leicht war es nicht, sich durchzuschlagen, aber er schaffte es.

Ich habe micht entschlassen, ein Tierkommunikations-Seminar zu besuchen. Ich möchte meine Tiere besser verstehn.

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Mit dem Kauf dieses Kennels habe ich anscheinend alles richtig gemacht. Die Freche gewinnt und krallt sich den großen Kennel und Lisek zieht wieder den Kürzeren