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Einwanderer aus Afghanistan setzen ihre Hunde aus

Der treue Kangal maschiert vornweg.
Der treue Kangal maschiert vornweg. Ein zuverlässiger, selbstentscheidender Hüte seiner Herde. Er ist alt und abgemagert. Seine Aufgabe wird er bis zu seinem Todestag erfüllen.

Es tut mir in der Seele weh!
Die ausgeflogenen Ortskräfte und Militärangehörigen haben ihre Hunde in Afghanistan zurück gelassen. Herzlos ausgesetzt. Viele Kinder werden deswegen geweint haben, vielleicht plagt manchen Tierhalter das schlechte Gewissen eine Zeit lang.
Haben Sie auf den Bildern auch nur EINEN Hund am Flughafen gesehen?
Für die radikalen oder streng gläubigen Muslime sind Hunde unreine Tiere. Sie werden erschlagen, verhungern gelassen, vergiftet.
Als Wach-oder Jagdhunde werden sie toleriert, als Dienstleister geduldet, als Sache behandelt. Das Haus, die Wohnung ist für die Hunde tabu. Ihr Platz ist an der Kette im Hof. Natürlich gibt es Ausnahmen und die Hunde werden einigermaßen gut behandelt. Ein gut abgerichteter Jagdhund oder ein treuer Schäfer-Hund ist ein wertvoller Besitz.
Das habe ich in Anatolien und in Marokko erlebt.

Ein Brite hat es geschaft, dass die Hunde seines Tierheims nach England ausreisen durften. Er hat es nur geschafft, weil eine große Öffentlichkeit sich dafür stark gemacht hat.
Die Amis, diese (.....) haben vermutlich sogar ihre Militärhunde zurück gelassen. Hunde, die Bomben gesucht haben, Schutzhunde, Wachhunde.
Natürlich haben sie dementiert. Was denn auch sonst. (Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen und niemals wird es einen zweiten Lockdown geben)

Einige tierliebende Menschen in Afghanistan werden versuchen den Hunden im Land zu helfen. Ein Stück Brot hier und da wird sie nicht retten.

Kritische Gedanken zur Tiervermittlung

Welpenhändler sind skrupellos
Welpenhändler sind skrupellos

Rückläufer, so heißen die fehlvermittelten Tiere in der Vermittlersprache. Würden die Tierschutzvereine und Vermittlungsorgas nicht nur wie hypnotisierte Kaninchen auf die Erfolgszahlen starren, gäbe es weniger Wanderpokale zu beklagen.
Wanderpokale werden nach einigen Vermittlungen immer schwieriger und landen als völlig verzweifelte Wesen in irgend einem Tierheim. Dort sitzen sie verbiestert oder völlig teilnahmslos bis an ihr unglückseliges Ende.
Das stimmt mich traurig.
Natürlich haben einige Hunde das große Glück, dass es von Anfang an passt.
Natürlich gibt es auch Tierschützer mit Verantwortungsgefühl und Verstand, die einen Hund lieber nicht, als falsch zu vermitteln.
Natürlich gibt es auch Hundehalter die mit Sachverstand, Liebe und Geduld einem schwierigen Hund wieder zurück ins Leben verhelfen.
Natürlich gibt es auch Hundehalter, die sich fachkundige Hilfe holen wenn es nötig ist.
Das macht mir Hoffnung.
Der Mensch muss zum Hund passen und der Hund zum Mensch.
Der Hund als der beste Freund des Menschen - eine Idealvorstellung, aber durchaus machbar.
Liebe und Vertrauen sind Eckpfeiler für ein gutes Zusammenleben , ein wenig Sachverstand ist dabei durchaus von Vorteil!

Pro und Kontra Pflegestelle

Ein kleiner Kangal lebte  in der Türkei
Ein kleiner Kangal lebte in der Türkei im Familienverband. Jetzt lebt er in Deutschland isoliert in einem Tierheim. Das ist Tierrettung kontraproduktiv. Blinder Aktionismus hilft den Tieren nicht.

Ich sollte auch für Sternchen und Teresa als Pflegestelle fungieren.
Wie sich bei der ersten Untersuchung beim Tierarzt heraus gestellt hat, waren beide Tiere krank.
Was nun? Zurück schicken? Im Tierheim abgeben? Verantwortungslos weiter vermitteln?
Das alles waren keine Optionen für mich. Zudem waren beide Hunde traumatisiert.
Teresa wurde von ihrer Familie verstoßen, Sternchen wurde in Mallorca auf einem Hochhaus-Balkon an der kurzen Kette gehalten.
Und dann sollte ich Beide, nachdem sie sich eingewöhnt hatten wieder weggeben?. Nein.
So blieben Sie bei mir.
Zusammen waren sie auf Mallorca in einem guten Tierheim gelandet. Das Tierheim war überfüllt, deswegen sortierte man dort die problematischen Hunde aus.
Das ist gängige Praxis. Die Tiere, die im Ausland keine Vermittlungschancen haben, werden nach Deutschland in Pflegestellen zwischengeparkt.
Oftmals sind es Hobbytierschützer, die einen Verein gründen, aber kein eigenes Tierheim besitzen. Händeringend werden dann Pflegestellen gesucht.
Oftmals ist es auch so, dass die Pflege "eltern" die Hunde selbst nicht adoptieren dürfen. Der Pflegeplatz wäre ja dann besetzt. Die Pflegestellen-Menschen, die unbedingt ihren Schützling adoptieren wollen, werden als "Pflegestellen-Versager" beschimpft
Jeder vermittelte Hund spült ja auch Geld in die Kasse, je schneller er vermittelt ist - um so besser für den Verein.
Den einzigen Vorteil der Pflegestellen sehe ich darin, dass der Hund sein wahres ICH zeigen kann. Fehlvermittlungen können weitestgehend vermindert werden.
Ob so oder so, für den Hund ist ein ständiger Wohnung-und Familienswechsel der reinste Stress.
Ironie: ein braver Hund kann durch den Wechsel in eine neue Familie dermaßen gestört werden, weil er wieder abgegeben wird. Er versteht es doch nicht! Er hat doch alles richtig gemacht und jetzt wird er wieder raus geschmissen. Wie soll das in den Hundekopf rein? Wenn man Pech hat, bildet der Hund Verlassensängste aus und wird zum Kläffer, oder er fasst gar kein Vertrauen mehr zu den Menschen.
Hunde in einer Pflegestelle müssen ihre neuen Halter erst gründlich kennen lernen dürfen, ehe sie umziehen. Sie sollen sich über den Besuch der neuen Familie freuen, gerne mit ihnen gehen. Das kostet Zeit und evtl auch Geld. Wenn es böse kommt, steht der neue Pflegestellenhund schon in den Startlöchern und die Tierschutzvereine machen unnötig Druck.
Der Umsatz zählt - Just in time. Wie bei der Autoindustrie.

Warum Vorkontrollen wichtig sind

Dalmatiner, der vergessene Ex-Modehund

Vorkontrollen sind wichtig, aber adoptionswillige Menschen sehen das oft anders.
"Bei und ist alles in Ordnung". Diesen Satz habe ich schon oft gehört und dann war eben doch nicht alles in Ordnung.
Was soll .....
... eine alleinstehende berufstätige Person mit einem Welpen?
... ein Neufundländer in einer 1-Zimmer-Wohnung, womöglich noch im der 3. Etage?
... ein Herdenschutzhund mitten in der Stadt?
... ein Gebehinderter mit einem Windhund oder Husky?
... ein 40kg-1,50m-Persönchen mit einem 60kg schweren Powerpaket?
... ein richtiges Matsch-liebendes-Erdferkel in einer Wohnung mit weißem Teppichboden?
Gerade die beiden letzten Fragen wecken in mir einige unangenehme Erinnerungen.

Eine reiche Familie in unserem Nachbardorf hatte kürzlich ihren lieben alten Hund verloren und war auf der Suche nach einem Hund gleicher Rasse. Ein Tierschutzverein (Auslands-Tiervermittlung) hatte einen solchen Hund in ihrem Refugio. Einen Straßenhund, der noch nie in einer Familie gelebt hatte. Dieser lebte bis dahin frei und ungebunden in seinem Rudel in einer Roma-Siedlung, bevor man ihn einfing und in das Refugio brachte. Er wurde eingestuft als dem Menschen zugewandt und gut vermittelbar.
Der Kontakt zwischen der Familie und dem Verein kam schnell zustande und ein Termin zur Vorkontrolle wurde festgemacht. Es sollte alles möglichst schnell über die Bühne gehen und wie immer herrschte Personalmangel. Der Tierschutzverein schickte deswegen ein ganz junges unerfahrenes Mädchen zur Vorkontrolle. Den Hund kannte sie nicht, Informationen hatte sie nicht, sie sollte sich ja nur die Leute und das Haus ansehen. Und sie war begeistert von der Eleganz der Wohnung, von der kostbaren Ausstattung. Überall lagen weiße Teppiche, malerisch standen weltweit gesammelte Ölflaschen aus Ton auf der Küchenanrichte. Im Wohnzimmer stand eine wetvolle Sammlung von japanischem Geschirr. Die Hausherrin, ein sehr kapriziöses Persönchen war sehr nett. Der Hausherr hatte sein Büro ebenfalls im Haus. Das Mädchen signalisierte dem Verein die Zustimmung zur Adoption. Ich kannte die Lebensgeschichte des Hundes und intervenierte. Das konnte nicht gut gehen. Der Verein sah das anders. Ich solle mich nicht einmischen, hieß es.

Die Adoptionspapiere waren schnell unterschrieben, es war gerade ein Transport-Platz in einem Flugzeug freigeworden, den wollte man nicht ungenutzt lassen.Flugpaten sind schließlich auch nicht an jeder Ecke zu finden. Die Geschichte des Hundes hatte man geflissentlich geschönt. Die neuen Halter hatten keine Ahnung, dass sie sich ein Kuckucksei ins Nest geholt hatten. Sie fuhren erwartungsvoll zum Flughafen München, um den Schatz abzuholen. Den auserwählten Hund hatten sie nur auf Fotos gesehen. Er kam auch brav aus der Box und trottete mit zum Auto. Es war geplant, dass der Mann sich auf den Rücksitz zum Hund setzen sollte, während die Frau den Wagen steuerte. Sie setzte den Hund auf die Bank und schnallte ihn an. Dann setzte sie sich auf den Fahrersitz. Der Mann verstaute derweil die Box im Kofferraum und wollte dann ebenfalls einsteigen. Von da an nahm das Unheil seinen Lauf. Der Hund ließ den Mann nicht einsteigen! Er fletsche die Zähne und führte sich auf wie ein Tollwütiger Berserker. Letztendlich musste sich der Mann ein Taxi nehmen und für 175€ seinem Wagen hinterher fahren. Der Hund ließ den Hausherrn auch nicht zur Vordertür ins Haus hinein. In den folgenden Tagen ramponierte der Hund die Wohnung und ging den Mann mehrfach an. Gassigehen war nur mit Maulkorb möglich. nachdem ein Nachbarsjunge schwer gebissen wurde. Der Tierschutzverein weigerte sich, den Hund zurück zu nehmen. Ich wollte helfen und habe die Geschichte es Hundes in einigen Foren verbreitet. Es meldete sich niemand, der den Hund zur Pflege und Sozialisierung aufnehmen wollte. Die Foris hatten alle eine große Klappe. Die Familie wurde übel beschimpft und beleidigt und ich war wieder mal um eine Erfahrung reicher. Erschwerend kam dazu, dass der Hund anfing, ständig zu bellen und die Polizei mehrfach anrückte wegen nächtlicher Ruhestörug. Menschlich gesehen, hatte der Hund eine schlechte Sozialprognose. Die letzten Tage von seinem Tod verbrachte er alleine im schalldichten Partykeller und die Familie schrieb: Nie wieder nehmen wir einen Hund aus dem Tierschutz.

Das Ende vom Lied

Loslassen können

Scully - alt, aber noch fit
Scully - alt, aber noch fit

Selten kann der Verstand eines Tiernarren das Herz besiegen

Ich nehme mich nicht aus. Mein Herz konnte die liebe Scully nicht vergessen. Ich denke, dass viele Tierhalter in dieser Hinsicht zu menschlich denken und handeln.
Sie ist jetzt schon so viele Jahre Jahre tot und ich fühlte mich immer noch schuldig, weil ich ihr Leiden nicht in aller Vollständigkeit erfasst hatte.
Ich habe sie viel zu spät einschläfern lassen. Es ist auch wahnsinnig schwer, ein Tier rechtzeitig gehen zu lassen.
Leben um jeden Preis? Um welchen Preis? Hängt ein Tier am Leben wenn es krank und schwach ist? Ich weiß es nicht mit Bestimmtheit zu sagen.
Eine Tierkommunikatorin erzählte einmal, dass Tiere auch um die Erlösung bitten würden. Ihr Mensch verstünde sie aber nicht.

Niemand käme auf die Idee einen alten und/oder kranken Menschen ein zu schläfern. Diese Frage stellt sich in unserem Kulturkreis nicht.
Anders ist es bei indogermanen Stämmen. Alte/kranke Menschen werden auf ihren Wunsch hin an einen heiligen Ort gebracht um sterben zu dürfen.
Der Tod wird dort anders wahrgenommen. Er ist ein Teil des Kreislaufs von Leben und Sterben und Wiedergeburt.
Vielleicht sehen die Tiere das ähnlich, man denke nur an die Friedhöfe der Elefanten.
Leider hat der Mensch es verlernt hin zu hören, die Kommunikation zwischen Mensch und Tier ist gestört.