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Alles ohne Chemie

Schon als Kind litt ich unter den chemischen Dämpfen und Ausdünstungen in meines Vaters Wekstatt. Ich hatte das Gefühl, dass meine Bronchien und meine Lunge verklebten. Die Erwachsenen haben mich nicht ernst genommen. Später im Beruf hatte ich es wieder mit Chemie zu tun. Besonders das Formaldehyd machte mir schwer zu schaffen. Andere Kollegen atmeten es einfach so weg.
Einige Male musste ich stationär behandelt werden und mein Widerwille gegen die chemischen Substanzen wuchs mit jedem Jahr.
Von mir hergestellte Wachse sind sauber und unbedenklich. Nach Möglichkeit verwende ich biologische Rohstoffe ohne Gentechnik und Konservierungsmittel.

Wachse haben verschiedene Eigenschaften und verschiedene Schmelzpunkte. Ich achte darauf, dass die Wachse und daraus hergestellte Produkte so schonend wie möglich verarbeitet werden.
Als Duftzusätze verwende ich nur rein ätherische Öle in einer guten Qualität, die auch für kosmetische Zwecke und für Aufgüsse zugelassen sind.
Künstliche Duftstoffe kommen bei mir nicht in den Behälter.

Naturfette- und Öle

Als Naturfette werden die natürlich in allen Pflanzen und Tieren auftretenden, aus Glyceriden bestehenden, festen (Fett) oder flüssigen (Öl) Mischungen bezeichnet. Diese ntürlichen Fette enthalten neben diesen Glycerinsäureestern nicht-glyceridische Bestandteile wie zum Beispiel ungebundene (freie) Fettsäuren, Sterine, Kohlenwasserstoffe, Farbstoffe, Phospholipoide, Wachse, Vitamine und andere mehr. Den Naturfetten stehen die synthetisch, meist petrochemisch hergestellten Fette gegenüber.

Die Fette und deren Produkte werden auf den Seiten der Fettchemie behandelt.
Ich verweise auf die Seite
https://www.internetchemie.info/chemie-lexikon/stoffgruppen/n/naturfette.php

Bienenwachs ist zum Verbrennen viel zu schade. Ich verwende es sehr ungern in Kerzen.

Weitere Infos über Pflanzenfette und Bienenwachs finden Sie unter
www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/umweltkommissar/

Paraffin und Stearin

Was ist Paraffin?
Paraffin besteht aus gesättigten Kohlenwasserstoffen und entsteht als Nebenprodukt bei der Destillation von Rohölen zu Benzin, Diesel oder Kerosin. Es wird neben der Kerzenproduktion sowohl in der Kosmetik, in der Kleiderindustrie, in der Medikamentenherstellung als auch in der Holzverarbeitung genutzt. Paraffin wurde 1830 vom deutschen Naturwissenschaftler Karl von Reichenbach entdeckt. Es hat zahlreiche Eigenschaften: Es ist ölig, wachsartig und brennbar, ungiftig und wasserabstossend.

Was ist Stearin?
Stearin wird aus pflanzlichen oder tierischen Fetten und Ölen gewonnen. Von der Qualität sind Stearin-Kerzen hochwertiger, was sich bereits beim Gewicht bemerkbar macht. Stearinkerzen sind spürbar schwerer. Derzeit ist Stearin wesentlich teurer als vergleichbares Paraffin, deshalb bestehen viele Kerzen auch oft aus einem Paraffin-Stearin-Gemisch, meist im Verhältnis 4:1. Allerdings lohnt es sich immer genau hinzuschauen. Sind nur zehn Prozent des Wachses aus Paraffin, darf es glatt als Stearinkerze verkauft werden. Im Vergleich zu Paraffinkerzen sind Stearinkerzen in der Form stabiler und reagieren nicht ganz so empfindlich auf die Einwirkung von Wärme. Der Schmelzpunkt von Stearin liegt weit höher. Paraffinkerzen können schon ab 40°C weich werden und sich verformen.
Quelle: www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/umweltkommissar/

Bienenwachs

Mein Vater war Imker mit Leidenschaft und er hatte ein großes Fachwissen. Sein Leitspruch war: Meine Bienen stechen nicht. Wenn Sie einen Stich abbekommen haben, war das eine Biene vom Nachbarn.
Ich habe auch Wildbienen im alten Gartenhaus. Sie haben sich unter dem Dach angesiedelt. Meine Bienen stechen auch nicht. Ich wurde in den letzten 20 Jahren nicht ein einziges Mal gestochen. Meine Bienen dürfen ihren produzierten Honig behalten, ich stehle ihnen auch kein Wachs. Das erwerbe ich käuflich im Fachhandel.

Die Wände im Bienenstock bestehen aus Wachs und in den Waben wird der Honig gelagert. Verschlossen weden die Waben ebenfalls mit Wachs. Was wir kaufen ist meist Deckelwachs. Es fällt an, wenn der der Imker die Rähmchen , also die Zwischenwände, entnimmt und den Honig schleudert. Tante google gibt Ihnen bereitwillig Auskunft zum Thema.
Billiges Bienenwachs kommt meist auch China. Es ist mit Vorsicht zu genießen, da sich die chemischen Bienen-Behandlungsmittel im Wachs einlagern.
Bienenwachs bekommt man in Platten, in geschmolzenen Tafeln oder als kleine Tropfen.
Bienenwachskerzen benötigen einen besonderen Docht.
Bienenwachs ist nicht geeignet für Schmelzlichte bzw für Wachsfresser. Es verklebt die Dochte.

Palmöl

Laut Greenpeace und WWF steckt Palmöl heute in etwa jedem zweiten Produkt, das in deutschen Supermärkten zu kaufen ist. Palmöl wird zur Kostenersparnis eingesetzt. Andere Fette und Öle sind teurer.
Palmöl dient als Grundlage für ÖKO-Waschmittel, Kosmetik und dient der Energiegewinnung.
Ein großer Teil des Regenwaldes wurde abgeholzt, um Palmen darauf zu pflanzen.
Palmölverwendung ist ein zweischneidiges Schwert. Gesundheitlich ist es bedenklich. Es fördert Krebserkrankungen und Krankheiten des Herz- und Blutkreislaufs.
Ich verwende nur zertifiziertes Palmöl. Trotzdem bleibt ein gewisses Unbehagen.
Für den Anbau von Ölpalmen auf riesigen Plantagen werden Regenwälder gerodet und Menschen vertrieben – vor allem in Indonesien und Malaysia. Das wissen inzwischen auch viele Verbraucher und lehnen schädliches Palmöl ab.
Weil die Hersteller von Lebens- und Reinigungsmitteln aber nicht auf das billige und so gut zu verarbeitende Pflanzenöl verzichten wollen, musste ein Umweltsiegel her: Das Siegel des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl – kurz RSPO. Doch es ist alles andere als umwelt- und menschenfreundlich.
Wer mehr wissen will, bitte den Link anklicken


Rapsöl

In erster Linie wird Rapsöl aus der Rapssaat gewonnen. Dieses Rapsöl wird als Speiseöl, Futtermittel und als Biokraftstoff genutzt. Weiter wird Rapsöl in der chemischen Industrie verwendet und dient als Grundstoff für Materialien wie Farben, Kunststoffe und Kaltschaum.
Je nach Verarbeitungsmethode fallen ca. 66 % der Rapssaatmasse als Koppelprodukte (Rapskuchen, Rapsexpeller, Rapsextraktionsschrot) an. Diese Produkte bleiben nicht ungenutzt, sie werden als Tierfutter verwendet. Ein weiteres Nebenprodukt bei der Rapsölverarbeitung zu Biodiesel ist Glycerin. Auch dieses findet Verwendung in der Futtermittel- oder in der chemischen Industrie.
Seit etwa dem Jahrtausendwechsel hat sich Rapssaat zu einem wichtigen Bioenergieträger entwickelt. Rapsöl wird dabei vor allem für die Biokraftstoffe und Biodiesel genutzt. Ebenfalls fungiert das Öl als Treibstoff in Pflanzenöl-Blockheizkraftwerken (BHKW) und als Brennstoff für spezielle Ölheizungen.
Quelle: Pflanzenforschung.de

Wenn Lebensmittel angebaut werden um im großen Stil verbrannt zu werden, kann mit der Welt irgendwas nicht mehr stimmen.
Gleichzeitig müssen wir das Viehfutter aus der EU importieren, weil es keine Weideflächen mehr gibt.
Ich verwende Rapsöl ohne Gentechnik. Verbürgen kann ich mich nicht dafür. Papier ist geduldig und Korruption ist die zweite Währung im Land

Kokosöl

Kokosöl ist gemeinsam mit vielen anderen Kokosprodukten seit Jahrtausenden für viele Völker ein Grundnahrungsmittel. Und obwohl Kokosöl reich an gesättigten Fettsäuren ist, hält es für die menschliche Gesundheit eine Fülle an äusserst hilfreichen Eigenschaften bereit. So ist Kokosöl sehr leicht verdaulich. Es reguliert die Blutfettspiegel, wirkt antimikrobiell (sowohl innerlich als auch äusserlich) und führt so gut wie nie zu Übergewicht. Doch wie kommt es nun dazu, dass manche Experten dennoch regelmässig, aber völlig ungerechtfertigt vom Kokosöl abraten?
Autor: Carina Rehberg
Fachärztliche Prüfung: Dr. med. Jochen Handel
Es gibt einen sehr informativen Artikel. Suchfunktion Kokosöl

Ich verwende Kokosöl nativ und bio beim Holzwachs
Im Schuhglanzwachs gefiltertes Kokosöl, damit sich der Duft besser hält.

Weißöl

verwende ich nicht. Viele Anbieter verwenden Weißöl mit dem Hinweis Mineralölfrei. Das ist einfach gelogen.
Weißöl fällt bei der Herstellung von Paraffin an. Paraffin ist ein Erdölprodukt.

Sojaöl

lehne ich ab, der Anbau schädigt die Erde und die Umwelt. Menschen und Tiere leiden in der Region. Soja wird in den USA angebaut, ist fast zu 100% genetisch verändert. Ökologisch angebautes Soja ist wegen des geringen Anbaufläche sehr teuer.
Soja hat zudem einen geringen Heizwert. Es ist billig, aus diesem Grund wird es industriell verwertet. Beim Kerzengiessen verhält sich das Wachs ziemlich heikel. Es hat einen sehr hohen Schmelzpunkt. Kokosöl dagegen einen sehr niedrigen. Mischungen sind kompliziert.